Die Krise der Familienhilfe

Täglich erhalten Mitarbeiter der Sozialassistenz und Abgeordnete des Deutschen Bundestages Zuschriften von Familienangehörigen, Sozialarbeitern, Pflegeeltern, Rechtsanwälten und Jugendamtsmitarbeitern, die über die Kinder- und Jugendhilfe sowie der Familiengerichtsbarkeit klagen:

Der Kinderschutz würde an den Bedürfnissen der Kinder vorbeigehen. Kinder würden mit Hilfe von der Polizei unter dramatischen Umständen aus den Familien herausgeholt werden. Kinder in Fremdunterbringung würde der Kontakt zu den Eltern monatelang willkürlich verweigert werden. Geschwister würden immer noch getrennt untergebracht werden. Über Jahren würde der Aufenthaltsort den Familien nicht mitgeteilt werden. Obwohl Kinder unter fachliches Aufsicht in Fremdunterbringung sind, würden sich Kinder selbst verletzten und Selbstmordversuche begehen.

Immer wieder  werden Eltern aufgrund fragwürdiger Anlässe wie „symbiotische Mutter-Kind-Beziehung“, eine zu starke „Eltern-Kind-Beziehung“ oder „Erziehungsunfähigkeit“  von ihren Kindern jahrelang getrennt. Eltern, die sich nach einer postnatalen Depression wieder vollständig erholt haben, würden ebenfalls ihre Kinder aus der Fremdunterbringung nicht zurückbekommen.

Jungen Müttern würden die Kinder unangemessen vom Entbindungsstuhl genommen und unbekannt in Pflegefamilien untergebracht werden. Die Besuchskontakte würden dann von Vormündern und Pflegekinderdiensten so verschleppt werden, dass dann mit Hilfe des § 1632 BGB die Kinder dauerhaft entfremdet würden.

Familiengerichte würden mit dem Helfersystem weiterhin Väter die gemeinsame Elternschaft  oder die Chance auf eine „Doppelresidenz“ verweigern. Eltern, die durch Familiengerichte die elterliche Sorge verlieren, würden oftmals von Jugendbehörden und Vormündern aus allen Entscheidungsprozessen ihrer Kinder ausgeladen und somit aus dem Hilfeplanprozess gemäß § 36 SGB VIII herausgehalten werden.

Jugendbehörden würden gezielt mit bevorzugten Trägern der Wohlfahrtsverbänden Vereinbarungen treffen, damit einerseits das Amtsinteresse durchgesetzt und anderseits Verbündete bevorzugt mit Aufträgen begünstigt werden. Dadurch würde den Eltern nicht nur das Wunsch- und Wahlrecht nach  § 5 SGB VIII vorenthalten sondern sie würden auch von diesen Trägern denunziert werden.

Der Politik wird vorgeworfen, dass sie die jahrelangen Probleme in der Kinder- und Jugendhilfe und in der Familiengerichtshilfe ignoriert.

* Vergl. CDU / CSU Papier des Abgeordneten Marcus Weinberg vom 18. September  2017