Die Fakten

Ende 2016 befanden sich 136.572 Kinder und Jugendliche ohne familiengerichtliches Verfahren in Heimen oder Pflegefamilien. In nur 17.168 Fällen wurden Eltern das Sorgerecht ganz oder teilweise durch Familiengerichte entzogen. Aus der Bezugsgruppe der Alleinerziehenden befinden sich 53 % der Kinder in Heimen.

Ende 2014 arbeiteten in Deutschland 231.123 Personen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe (ohne Kindertagesbetreuung). Für Hilfen zur Erziehung wurden im Jahr 2015 mehr als 10 Milliarden Euro vom Staat ausgegeben. Das ist ein Anstieg von 10,4 % innerhalb eines Jahres und mehr als 36 % innerhalb von 5 Jahren.

Im Jahr 2015 erhielten 145.184 Familien Hilfe zur Erziehung, darüber hinaus wurden 782.785 Einzelhilfen zur Erziehung für junge Menschen durchgeführt.

Jedes Jahr werden 43 % der ambulanten Hilfen unplanmäßig von Jugendbehörden beendet. In der Heimerziehung und in der Pflege liegt die Zahl bei 55 %. Mehr als 46 % der Pflegeverhältnisse werden ebenfalls unplanmäßig beendet. Demnach gelingt fast jede zweite Hilfeplanung gemäß § 36 SGB VIII nicht.

Nicht hinnehmbar ist auch die Tatsache, dass nur 5% aller Pflegekinder in ihren Herkunftsfamilien zurückkehren. Bei der Rückkehrquote ist Deutschland im internationalen Vergleich Schlusslicht.

Im Jahr 2015 erledigten die Familiengerichte der ersten Instanz 177.987 Verfahren zur elterlichen Sorge, 55.782 Verfahren zum Umgangsrecht und nur 3.856 Verfahren zur Kindesherausgabe.  Nach DJI Studie wird nur bei 6 % der in Pflegefamilien untergebrachten Kinder überhaupt eine Absicht der Rückführung im Hilfeplan aufgenommen. 2,3 Millionen Scheidungskinder gibt es in Deutschland. 20 % der Kinder verlieren den Kontakt zu einem Elternteil. Jedes Jahr werden 10.000 Gutachten von Familiengerichten beauftragt.

Prof. Dr. Leitner von der IB Hochschule Berlin kommt in seiner Studie zum Ergebnis, dass 75 % der eingereichten Gutachten nicht bewertbar waren. Demnach unterliegt die fachliche Beurteilung des Kindeswohls eher dem Zufallsprinzip.

2016 wurden 59.093 Kinder und Jugendliche in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie untergebracht, bei einer Bettenauslastung von 93 %.

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