Wie es begann

Mit der Gründung der Sozialassistenz stellten wir hohe Zahlen von Inobhutnahmen fest. Am 31.12 2015 befanden sich 71.501 junge Menschen in Vollzeitpflege und 82.239 junge Menschen in Heimen. 53 % der Kinder in Heimen kommen aus der Bezugsgruppe der Alleinerziehenden.

Im Jahr 2016 meldeten Jugendbehörden 129.485 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls. In diesen Verfahren sind auch „anonyme Mitteilungen“ enthalten, die das Denunziantentum in der Familienhilfe und somit die Einschätzungsverfahren jedes Jahr steigern.

Ende 2016 wurden den Eltern in 17.168 Fällen das Sorgerecht ganz oder teilweise durch Familiengerichte entzogen. Die Quelle des Bundeskriminalamtes 2016 erfasst 12.019 gemeldete Fälle von möglichem Kindesmissbrauch.

Wie kann es also sein, dass sich in Deutschland 136.572 junge Menschen ohne familiengerichtlichen Beschluss in Fremdunterbringung befinden?

43 % der ambulanten Hilfen werden jährlich unplanmäßig beendet. In der Heimerziehung liegt die Zahl bei 55 %. Somit gelingt jede 2. Hilfeplanung bei Fremdunterbringung nicht.

Bundesweit werben 7.873 Heimeinrichtungen um die Aufnahme von jungen Menschen. Am 31.12.2014 arbeiteten in Deutschland 231.123 Personen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe (ohne Kindertagesbetreuung).

Ende 2015 stellte das Institut für Wirtschaft in Köln fest, dass die Heimbetreiber mehr als 9 Milliarden Euro generierten.

2,3 Millionen Scheidungskinder gibt es in Deutschland. 20 % der Kinder verlieren den Kontakt zu einem Elternteil. Jedes Jahr werden 10.000 Gutachten von Familiengerichten beauftragt.

Prof. Dr. Leitner von der IB Hochschule Berlin kommt in seiner Studie zum Ergebnis, dass 75 % der eingereichten Gutachten nicht bewertbar waren. Demnach unterliegt die fachliche Beurteilung des Kindeswohls eher dem Zufallsprinzip.

* Bundesamt für Statistik 2015/2016; KomDat 2015/2016; Bertelsmann Studie 2015