Erfolge, die sich sehen lassen können

Familie G. bekommt Elterliche Sorge zurück

Aufgrund einer Schulverweigerung wurde der damals elfjährige Felix  dauerhaft in einer Heimeinrichtung untergebracht. Eine fachliche Begutachtung erfolgte durch eine Uniklinik. Diese empfahl eine kurzfristige Heimunterbringung mit einer intensiven Elternarbeit. Im ersten Zeitraum der Heimunterbringung wurde Felix Opfer von Gewalt, so dass Felix wegen des Aufbegehrens der Eltern ein Vormund bekam. Dieser ließ Felix in ein Kleinstheim verlegen, das mehr als 250 km weit vom Elternhaus entfernt liegt.

Da Besuchskontakte und Schulerfolge immer mehr abnahmen, wurde die Sozialassistenz als Beistand von Familie G beauftragt. In den Dokumenten der Jugendbehörden und im familiengerichtlichen Verfahren wurde durch die Sozialassistenz nachvollziehbar dargestellt, dass sich nach fünf Jahren Heimunterbringung eine sichtbare seelische Kindewohlschädigung manifestiert hatte. Das Familiengericht schloss sich der Bewertung der Sozialassistenz an und empfahl den Eltern den Antrag auf eine Rückübertragung der elterlichen Sorge. In einem anschließenden Anhörungstermin erfolgte der richterliche Beschluss und die langersehnte Zusammenkunft der Familie.

Familie K. erkämpft Trägerwechsel

Bereits aus der Vergangenheit kannte Familie K. die Sozialassistenz, da die Sozialassistenz den Sohn der Familie zu einem erfolgreichen Schul- und Berufsabschluss führte. Da zu einem späteren Zeitpunkt auch für die Tochter eine ambulante Hilfe vom Jugendamt empfohlen wurde, wünschte sich die Kindesmutter die Unterstützung Sozialassistenz. Jedoch lehnte das Jugendamt die Sozialassistenz als Familienhilfe ab.

Kurz vor dem 18. Lebensjahr stellte die heranwachsende Tochter einen eigenen Antrag auf Hilfe für junge Volljährige, der von der Jugendbehörde genehmigt wurde. Für die Durchführung der Hilfe wünschte sich die Tochter die Sozialassistenz. Eine Zusammenarbeit mit der Sozialassistenz lehnte die Jugendbehörde wiederholt ohne Begründung ab, so dass die Klärung des „Wunsch- und Wahlrechtes“ über das Verwaltungsgericht erfolgte. Mit Hilfe eines Eilantrages kritisierte das Verwaltungsgericht die Entscheidung der Jugendbehörde unmissverständlich und unterstrich das Wunsch- und Wahlrecht der Leistungsberechtigten gemäß SGB VIII. Darüber hinaus mahnte der Richter die Jugendbehörde vor einer Wiederholung und übergab der Tochter eine Rufnummer für den Notfall.

Familie W. erhält ihre fünf Kinder zurück

Mit einem Hilferuf wandten sich die Eltern W. an die Sozialassistenz, da ihre 5 Kinder in einem Heim untergebracht wurden. Ausgangspunkt war eine Gewaltanwendung des Vaters gegen eines seiner Kinder, welches sich seiner Lehrerin anvertraut hatte. Mit Hilfe unserer wissenschaftlichen Akutdiagnostik stellte sich heraus, dass der KV eine Alkoholproblematik hatte und mit den erheblichen Beziehungsproblemen und Arbeitsanforderungen am Arbeitsplatt überfordert war.

Als Beistand vertrat die Sozialassistenz die Eltern in allen Angelegenheiten und stellte in einem Anhörungsverfahren dem Familiengericht die Frage, warum man nicht den Vater aus dem Familiensystem herausgeholt habe? Mit diesem Hinweis konnten neue Sichtweisen und Kompromisse entwickelt werden, auf die sich die Eltern und Jugendamt einließen. So ging beispielhaft die KM in einer Mutter-Kind-Einrichtung mit dem jüngsten Kind und der Vater besuchte eine Selbsthilfegruppe. Eine anstehende Therapie wurde ebenfalls vom Vater zugesichert. Zudem nahmen beide Eltern an eine Paarberatung teil und ließen sich auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und Heimeinrichtungen ein.

Im letzten gerichtlichen Anhörungstermin wurde mit Zustimmung des JA die schrittweise Rückführung aller 5 Kinder beschlossen.