Rückführungskonzept

Bereits mit Beginn der Fremdunterbringung sind die Jugendbehörden zur Entwicklung eines Rückführungskonzeptes und zu einer intensiven Elternarbeit gemäß § 37 SGB VIII verpflichtet. Im Hilfeplanverfahren sind daher zeitnah eigene Ziele für Eltern und Familie zu formulieren sowie Auflagen für Eltern zu konkretisieren. Hierzu gehört auch die Arbeit an Erziehungs- und Alltagskompetenzen der Eltern sowie gemeinsame Aktivitäten mit dem Herkunftssystem. Im besten Fall sind mit den Eltern und Kindern über die Gründe der Fremdunterbringung zu sprechen. Grundsätzlich sind die Bindungen der Kinder zur Herkunftsfamilie zu schützen und durch Besuche und familienpädagogische Wochenenden zu sichern. Ebenfalls ist im Rückführungskonzept eine vereinbarte Zeitschiene zu benennen und Partizipation gemäß § 8 SGB VIII zu gewährleisten. Im Rahmen des Rückführungskonzeptes ist auch eine Rückführungsprognose vom gesamten Helfersystem unter Aufsicht der Jugendbehörde darzulegen.

Die Prüfungskriterien bei einer dauerhaften Trennung des Kindes von seinen leiblichen Eltern, hat das BverfG im Jahr 2014 in kleinen Schritten nachvollziehbar erläutert.

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