Bundesverfassungsgericht zur Rückführung

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat sich im Jahr 2014 mehrfach mit Sorgerechtsentzugsverfahren nach § 1666 Abs.1 BGB befasst und strenge Anforderungen an die Prüfung des Kindeswohls und der Verhältnismäßigkeit gestellt, wenn Kinder dauerhaft von ihren leiblichen Eltern getrennt bleiben sollen.

Die Messlatte für einen Entzug der elterlichen Sorge wurde vom BVerfG daher hoch angelegt und alleine nur zu dem Zweck als zulässig erklärt, um Kinder vor nachhaltigen Gefährdungen zu schützen.

Die besonders strengen Anforderungen an den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz verpflichten Jugendamt und Gerichte dazu, alle Maßnahmen in Betracht zu ziehen, damit eine Rückführung in die Herkunftsfamilie gelingen kann. Hierbei ist der Staat verpflichtet, über übliche Hilfeleistungen hinauszugehen, um Eltern bei der Rückführung zu stützen.